FS Massaker on musicaustria.at

Austrian journalist Michael Ternai on FS MASSAKER’s debut release:

Das wilde Ausloten aller musikalischen Grenzen in Form des stilistisch von allen ZwĂ€ngen befreiten ungebundenen Spiels. Genau das praktiziert das Trio FS MASSAKER auf seinem auf Kassette erschienenen neuen Album „s/t“ (Interstellar Records).
Und auf geht es auf eine Klangreise, die sich ihren Weg quer durch die vollkommene musikalische Unangepasstheit bahnt. FS Massaker melden sich zurĂŒck und liefern auf ihrem neuen Album „s/t“ ein aus einer ordentlichen Portion Eigenwilligkeit generiertes Musterbeispiel fĂŒr das freie Spiel abseits jeder gĂ€ngigen Regel ab. Es ist die hohe Kunst der Improvisation, die die drei Herren Werner Thenmayer (Schlagzeug), Richie Herbst (analoge Synthesizer) und Michael Masen (Saxofon) in unnachahmlich heftiger Weise zu ihrem musikalischen Ausdruck machen. Nicht, aber auch rein gar nichts verhĂ€lt sich im klanglichen Universum dieses Dreiergespanns vorhersehbar, nichts erwĂ€chst aus den ĂŒblichen Schemen, nichts folgt irgendwelchen bekannten musikalischen Formen. Es regieren wilde und ungestĂŒme Interaktionen zwischen Saxofon, Schlagzeug und Synthesizer, es erwĂ€chst in den zwei ĂŒberlangen StĂŒcken ein Sound einer wĂŒsten noisigen bis avantgardistisch rockig-jazzigen Note, einer, der einen mit der IntensitĂ€t eines Hammerschlags trifft.
Ein StĂŒck Musik, durch das man durch muss.
Sich durch die Musik von FS Massaker zu hören, ist, als begĂ€be man sich auf eine verrĂŒckte Achterbahnfahrt, die einen in höchstem Maße aufrĂŒttelt und atemlos macht. Man eilt von einer schrĂ€gen Note zur nĂ€chsten und hetzt von einer ĂŒberraschenden Wendung zur anderen. Und dennoch, obwohl das Geschehen vom reinen chaotischen Element bestimmt zu sein scheint, offenbart die Musik von FS Massaker eine seltsam musikalische Schwingung. Das Trio versteht es exzellent Spannungsbögen zu bilden, die wirklich Stimmung entwickeln und dem Geschehen eine Art faszinierend schrĂ€ge Anziehungskraft verleihen. Werner Thenmayer, Richie Herbst und Michael Masen wissen auch immer wieder geschickt, an den richtigen Stellen einmal das Tempo herauszunehmen und ihre Heftigkeit zu drosseln, was der ganzen Sache zusĂ€tzliche aufregende und fĂŒr kurze zeit erholsame Momente beschert.
Zugegeben, das neue Album „s/t“ ist ein StĂŒck Musik, durch das man durch muss. Es ist nicht unbedingt die leichte Kost, die das Dreiergespann seiner Hörerschaft da kredenzt, der Sound ist einer, der in der Tat herausfordert. Begegnet man dem Dargebotenen mit einem offenen Ohr und dem Interesse am dem klanglich Ungewöhnlichen, so eröffnet sich einem ein wirklich sehr eigenes Musikerlebnis.
https://www.musicaustria.at/fs-massaker-s-t/

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